Plastiktütenverbrauch
Plastiktütenverbrauch

 

Müllprojekt ‚Knille knalle knüll – Kraniche und der Müll

 

Als langjährige ESPADU-Schule (Energie Sparen an Duisburger Schulen) hat die Kranichschule Duisburg, Förderschule Sprache im Primarbereich, sich in der Zeit zwischen Oster- und Sommerferien 2012 mit dem Thema ‚Abfall‘ beschäftigt. Mit der  Projektwoche  haben wir uns an den Duisburger Umwelttagen zum Thema „Abfall und Umwelt“ beteiligt.

Dabei haben wir von der Planung an mit den Wirtschaftsbetrieben Duisburg, vor allem Frau Brüggemann, zusammengearbeitet. Sie wies uns auch kurz vor den Osterferien auf den Wettbewerb der „Aktion Bunt(d) für Duisburg“ hin, der von der Arbeitsgemeinschaft ‚Die Duisburger Wohnungsgenossenschaften, den Wirtschaftsbetrieben und Radio Duisburg auf den Weg gebracht wurde, bei dem die Schüler Motive für die Gestaltung von Müllfahrzeugen entwickeln sollten.


Dies war für die Schüler ein reizvoller Einstieg ins Thema. Alle Klassen haben sich daran beteiligt und viele gestaltete Müllfahrzeuge eingesandt. Wegen der ‚Vielzahl Ihrer Einsendungen und der wohltuenden Kreativität Ihrer Schüler‘ (Schreiben von Aktion Bunt(d) vom 22.5.12) haben wir einen Sonderpreis von 1000 € bekommen. Nach Beschluss der Lehrerkonferenz soll dieses Geld im neuen Schuljahr zum Großteil für eine gemeinsame Fahrt aller Schüler und Lehrer z.B. zur EnergieStadt  - Erlebnisausstellung zum NaturGut Ophoven in Leverkusen genutzt werden. Mit einem kleinen Teil des Gewinns sollen neue Farben für den Kunstunterricht angeschafft werden.

 

Eine zweite Aktion, die vor der eigentlichen Projektwoche begann und langfristig durchgeführt wird, ist  „Meike, der Sammeldrache". Wir sammeln in einer grünen Umwelt-Box leere Druckerpatronen und alte Handys. Dadurch können sowohl unsere Umwelt als auch unsere Geldbeutel geschont werden. Die gesammelten, leeren Patronen werden gereinigt, aufbereitet und danach neu befüllt. Die als wieder befüllt gekennzeichneten Patronen gelangen dann zu wesentlich günstigeren Preisen ein zweites Mal in den Handel.


Damit auch die Eltern der Schülerschaft uns bei der Aktion „Meike, der Sammeldrache" unterstützen, haben sie im Mai einen Elternbrief erhalten, in dem die Sammelaktion beschrieben wurde. Zudem wurden sie in diesem Anschreiben gebeten, ihren Nachbarn, Verwandten sowie Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen von der Aktion zu erzählen und uns gegebenenfalls auch beim Sammeln zu unterstützen. Auch die Anwohnerinnen und Anwohner der Kranichstraße haben einen Brief zu der Sammelaktion erhalten. Auch sie werden in diesem gebeten, ihre alten Handys und leere Druckerpatronen an der Kranichschule abzugeben. Die Nachbarn der Kranichschule haben hierzu von montags bis freitags in der Zeit von 9:45 Uhr bis 10:00 Uhr die Gelegenheit. In dieser Zeit nimmt unser Hausmeister Herr Preuß die leeren Druckerpatronen und alten Handys entgegen. Die Anschreiben an die Eltern sowie an die Anwohnerinnen und Anwohner der Kranichstraße befinden sich im Anhang.

Ein weiterer Vorteil ist, dass auch die Schülerinnen und Schüler der Kranichschule von Meikes Arbeit profitieren können. Für jede leere Druckerpatrone und jedes Handy bekommt die Kranichschule „grüne Umweltpunkte", sogenannte „GUPS". Die Kranichschule kann diese Punkte dann gegen tolle Prämien eintauschen. Hierzu zählen beispielsweise Bücher oder Sportgeräte.

Damit die Aktion auch langfristig an der Kranichschule durchgeführt werden kann, haben die Erziehungsberechtigten der Schülerschaft der Kranichschule am Anfang des Schuljahres 2012/2013 erneut einen Elternbrief zu der Sammelaktion erhalten.

 

Die eigentliche Projektwoche begann am Mittwoch nach Pfingsten mit einem Aktionstag: Alle Schüler der Schule reinigten Schulhof, Straßen in der Umgebung der Schule und ein kleines Waldstück. Unterstützt wurden wir dabei von der Aktion „DU mach(s)t sauber“, die uns mit Zangen, Handschuhen Besen, Eimern und sogar Sicherheitswesten versorgten.

„Wir haben viel Müll gesammelt. Wir haben sogar eine Uhr und einen Autospiegel gefunden. Auch Schlüssel waren dabei. Die Eimer waren sehr voll. Das war sehr toll!" zog der neunjährige Emir begeistert Bilanz.

Sein gleichaltriger Freund Francesco erzählt:

„Wir haben auf dem Bürgersteig mit Eimern und Zangen Müll gesammelt und uns gegenseitig geholfen. Wir haben dabei Spaß gehabt." Der neunjährige Tolga kommt zu diesem Ergebnis: „Die Straßen waren dreckig. Ich habe Glas, Papier, Zigaretten und Tüten gefunden. Die Menschen sollen ihren Müll besser in die Myllianer werfen!"

Durch diesen ersten Tag sollten die Schüler auf die Problematik gestoßen werden: Der Müll liegt auf der Straße. Da gehört er sicher nicht hin. Aber wo genau gehört er hin? Wie kann ich Müll sortieren? Wo bleibt der Restmüll? Warum gibt es so viel Müll? Wie kann ich Müll vermeiden?

An den Aktionstag schloss sich deshalb ein Infotag an: Das von den Wirtschaftsbetrieben bereitgestellte Mal- und Bastelbuch wurde von allen
jüngeren Schülern intensiv bearbeitet. Für die älteren Schüler gab es ein entsprechendes Heft der Stadtwerke Düsseldorf („Wohin mit dem Müll?“) Es gab einen Büchertisch mit Büchern der Wirtschaftsbetriebe und eigens für das Projekt von der Schule angeschafften Kinderbüchern.  Das „Müllsortierspiel“ mit Müllkarten und kleinen Abfallbehältern in den richtigen Farben von den Wirtschaftsbetrieben Duisburg war sehr hilfreich und wurde von allen Klassen nicht nur innerhalb der Projektwoche, sondern auch am Präsentationstag mit Freude genutzt.

 

Der dritte Tag war Ausflugstag: Die Eingangsklassen und die ersten und zweiten Klassen fuhren zum Betriebs- und Recyclinghof nach Duisb
urg-Hochfeld
. Dort wurden sie von Frau Brüggemann (Wirtschaftsbetriebe Duisburg) in Empfang genommen und von Mitarbeitern über den Recyclinghof geführt. Anschließend konnten sie ein Müllfahrzeug besichtigen.

Zur Vor- und Nachbereitung gab es zwei verschiedene Quiz. Tolga aus der Klasse 2c schreibt anschließend:

„Auf dem Recyclinghof habe ich Müll gesehen. Einen Fernseher, Glas, Reifen und Äste habe ich gesehen. Herr Klein hat uns gezeigt,   wie der Müllwagen funktioniert. Herr Klein hat uns gesagt, dass wir uns in den Müllwagen reinsetzen können. Wir haben in der Cafeteria gefrühstückt. Am Ende haben wir einen Myllianeranspitzer bekommen. Auf dem Recyclinghof war es super.“

 

Die dritten und vierten Klassen hatten die Möglichkeit, zur Müllverbrennungsanlage nach Herten zu fahren und dort zu erleben, wie aus Müll wieder Energie entsteht.

Tim aus der Kl. 4c berichtet „Wir sind mit dem Bus zur RZR Herten gefahren. Die Fahrt dauerte 40 Minuten. Dort wurden wir von einem Mann und einer Frau begrüßt. Zusammen gingen wir in die Kantine und haben gegessen und getrunken. Dabei haben uns die beiden das Werk erklärt. Zur Sicherheit mussten wir Helme und Westen anziehen. Dann ging es los. Als erstes waren wir alle zusammen auf einer riesigen Waage, wo die Müllwagen sonst gewogen werden. Dann sind wir in das riesige Gebäude gegangen. Kunststoff, Papier, Glas und Bioabfälle werden zu neuen Produkten recycelt. Der Restmüll kommt in die Verbrennungsanlage. Mit der ‚Kralle‘ wird der Müll in einen Trichter geschüttet. In einen riesigen Ofen wird der Müll bei 850 bis 1100 Grad Celsius verbrannt. Es entstehen Rauchgase, die so heiß sind, dass Wasser stark erhitzt und in Dampf umgewandelt wird. Der Wasserdampf treibt über eine Turbine einen Generator an. So entsteht Strom.“      

 

Die nächsten beiden Tage waren die Kreativtage, in denen vor allem die Abschlusspräsentation vorbereitet wurde: Es wurden Instrumente aus Müll gebastelt, aus
 Verpackungen Häuser und Autos gebaut, Stofftaschen bemalt, Kostüme für eine Modenschau entwickelt, mit Müll Musik gemacht und vieles mehr. Viele dieser Aktionen wurden auch schon länger im Kunst- und Musikunterricht vorbereitet.

 

 

Zum öffentlichen Abschlusstag waren Eltern, umliegende Grundschulen, logopädische Praxen und Nachbarn eingeladen. Der Schulhof war ‚geschmückt‘ mit 500 verschiedenen Plastiktüten. Auf Plakaten wurde darüber informiert, dass jeder EU-Bürger so viele Tüten im Jahr verbraucht.

 

 

Es gab zunächst eine Aulavorführung mit musikalischen Darbietungen und der Modenschau. Hier konnten auch die Ergebnisse des Malwettbewerbs besichtigt werden. Anschließend gab es in der Aula eine müllfreie Cafeteria (siehe Extra-Info).

 

 

 In vielen Klassenräumen wurden nun die Ergebnisse der Projektwoche präsentiert: Die gebastelten Kunstwerke wurden besichtigt. Die Besucher konnten das Müllsortierspiel ausprobieren oder ihre Fähigkeiten bei einem Tastspiel verfeinern. Das Fotoquiz zum Recyclinghof wurde gelöst. Stofftaschen und andere gebastelte Gebrauchsgegenstände wurden verkauft. Es gab ein kleines Kino, in dem der Löwenzahn-Film zum Thema Müll gezeigt wurde. Ein Highlight war der Besuch des überlebensgroßen Myllianers, mit dem man sich fotografieren lassen konnte.

 

Hier sind einige kleine Berichte zum Abschlusstag aus einer Klasse 2:

 

Wir gingen in die Aula. Dort sahen wir eine Müllmodenschau. Dann ging ich
die Stofftaschen verkaufen. Meine Mutter kaufte die Stofftasche mit dem
Schmetterling. Diese Tasche hatte ich gemalt. Dann war ich mit meiner Mutter in der Cafeteria. Danach machte ich ein Foto mit dem Myllianer. Ichhatte viel Spaß.
(Fabian, 9 Jahre).

Wir waren in der Aula. Es gab eine Müllmodenschau. Ich habe Ritter, Rennfahrer und eine Königin gesehen. Wir haben einen Scheck für tausend
Euro bekommen. (Joel, 10 Jahre)


Wir haben Stofftaschen bemalt und verkauft. Auf den Taschen waren Enten,
Blumen und Obst. Wir haben dafür viel Geld bekommen. Es gab auch einen
Löwenzahnfilm. In der Cafeteria waren viele Kuchen und Getränke.

(Emir, 9 Jahre)

 

Zudem nimmt die Kranichschule an der KORKampagne„Korken für den Kranichschutz“ teil. Diese Kampagne wird von dem Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) durchgeführt.

Die gesammelten Flaschenkorken werden in den Winterhuder Werkstätten von Menschen mit Behinderung zum Dämmgranulat ÖKork" verarbeitet. Aus dem Erlös des Dämmgranulatverkaufs werden Kranichschutzprojekte in Spanien, der Heimat der Korkeichen, und in Deutschland unterstützt.

 

Das Ziel der spanischen Kranichschutzprojekte ist die Erhaltung der Korkeichenwälder. In diesen Korkeichenwäldern sind die Kraniche den ganzen Winter und ernähren sich dort von den Eicheln der Korkeichen.

Jeder für die KORKampagne gesammelte Korken hilft dem Kranichschutz!
Aus diesem Grund thematisierten die Lehreinnen und Lehrer die KORKampagne„Korken für den Kranichschutz“ in den einzelnen Klassen. Die Erziehungsberechtigten der Schülerschaft der Kranichschule erhielten außerdem einen Elternbrief, in dem sie gebeten wurden, auch den Kranichschutz zu unterstützen. Dieses Anschreiben befindet sich im Anhang.

Das Ziel unseres Müllprojektes„Knille knalle knüll – Kraniche und der Müll" ist es, ein Bewusstsein für die Notwendigkeit des Umweltschutzes bei der Schülerschaft und den Erziehungsberechtigten der Kranichschule zu erreichen. Weil uns die Schärfung des Umweltbewusstseins der Schülerinnen und Schüler und deren Erziehungsberechtigten besonders wichtig ist, führen wir auch noch nach unserer Projektwoche diesbezügliche Aktionen durch. Hierzu zählen die Sammelaktion „Meike, der Sammeldrache" und die KORKampagne„Korken für den Kranichschutz“.

 

 

Damit das Umweltbewusstsein der Schülerschaft  auch weiterhin noch ausgebaut wird, hat das Kollegium der Kranichschule zudem beschlossen, die„DU mach(s)t sauber" Aktion in das Schulprogramm aufzunehmen und einmal im Jahr durchzuführen. 

 

Umweltprojekt 2017
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Kein Tanzprojekt ohne Herzblut. Danke, Frau Manek!
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Märchenhafte Begegnungen - das Tanzprojekt der Kranichschule am 28.06. im Kom´ma-Theater
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Ist der echt? "Foxy" in der Kranichschule
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Erntedank 2016
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AndersSein
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Schulkulturausstellung Liebfrauen Kulturkirche
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Sieger beim Vorlesewettbewerb 2016
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Vorlesen mit Sarah Philipp und Torsten Steinke
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Die Kranichschule - neu entdeckt
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Ein Ehemaliger von uns erreichte mit viel Konzentration und Intelligenz den 2. Platz beim Hobby-Schachturnier! Herzlichen Glückwunsch von uns allen!

Ausflug der Klassen 3 und 4 zur Naturwerkstatt (Waldexkursion). Gesponsert von Bildungscent e.V. 

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FoBi "Der Wortschatzsammler"
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Die neuen Schülersprecher 2015/16
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Marcel Labs besucht seine "alte" Kranichschule
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Die Messe-Aussteller der Kranichschule vor der UNI Leipzig
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1. Platz bei "Schulen machen Wind"
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"Klasse - Wir singen!"
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Ein Müllianer bei uns
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Die Kranichschule ist Energiesparmeister NRW 2013

Postkarten für den OB
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JeKi stellt sich vor
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"Jeck as Jeck can!"
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Fußball-Stadtmeister 13/14
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