Die Arbeit an der Kranichschule (Unterricht, Förderung und Therapie)

 

 

-       Einheit von Unterricht und Therapie (Therapieimmanenz – Sprachtherapeutischer Unterricht)

 

„Sprachtherapeutischer Unterricht ist ein Unterricht, in dem Sprachheillehrer ihr sprachpathologisches Wissen und ihr sprachtherapeutisches Können in Planung und Durchführung ihres Unterrichts einbauen. (...)

Sprachtherapeutischer Unterricht ist das Kernstück der Sprachheilschule schlechthin. Allein er legitimiert diesen besonderen Förderort.“

 (Die Sprachheilarbeit 2/97, S.45 f.)

 

Im Unterricht der Kranichschule gelten das Primat des Sprachlichen auf Seiten der Schüler, sowie Anschauung und Handlungsorientierung.

                                                                                               

Daneben ist die Lehrersprache eines der wesentlichen Medien mit Modellcharakter für die Schüler.                                                                                

 

Unterrichtsinhalte werden in größtmöglicher Anlehnung an den Stoff der Regelgrundschule vermittelt.

Zielstellung: Kompetenzorientierte Richtlinien nach Klasse 2, sowie nach Klasse 4

als Richtschnur. Diskussion und Einigung auf realistische, erreichbare Schwerpunkte der inhaltlichen Arbeit in den Fachbereichen Deutsch und Mathematik.

 

Unterricht wird erschwert durch die besondere Lernausgangslage bei sprachentwicklungsgestörten Kindern, deren deutlich andere und verlangsamte Aneignungsstrategien, sowie die beeinträchtigten kommunikativen Fähigkeiten im verbal-sprachlichen und schrift-sprachlichen Bereich.

 

Umfassende sprachheilpädagogische Förderung bezieht daher alle sensorischen Kanäle sowie die Motorik mit ein, nutzt sie aber auch als weitere Zugangsweisen und Unterstützungssysteme beim Lernen. Zum Beispiel durch ein Lautzeichensystem bei der Graphemeinführung und zur Unterstützung der Artikulation bei Phonemen.

 

Sprachtherapeutischer Unterricht benutzt Unterrichtsinhalte phasenweise gezielt für sprachtherapeutische Zwecke, um Inhalte der Einzel- oder Gruppentherapie mit ihnen zu verknüpfen.

 

 

Sprachtherapeutischer Unterricht ist geprägt durch:

 

§  den sprachlichen Förderbedarf der Schüler; 

 

§  die Fachlichkeit des Unterrichtsgegenstandes;  curriculare Inhalte werden auch im Hinblick auf sprachtherapeutische Ziele ausgewählt und gewichtet; 

§  die Regeln für guten Unterricht;  sprachtherapeutischer Unterricht verwirklicht innere Differenzierung, Handlungsbezogenheit, Selbstorganisation und Selbstkontrolle der Schüler.

 

 

-       Förderdiagnostik

 

Das förderdiagnostische Prinzip fußt auf einer dezidierten Diagnostik – Auswertung der Ergebnisse – Hierarchisierung der Entwicklungsziele – mündet in individuelle Förderpläne mit überschaubaren, operrationalisierten Zielen – Sicherung der Zielgenauigkeit für alle Beteiligten – deren meth.-didakt. Umsetzung – Evaluation – Modifikation – oder neues Ziel.

 

-       Förderpläne

 

Der Sonderpädagogische Förderplan ist ein förderdiagnostisches Planungs- und Reflexionsinstrument für die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Er beinhaltet Ziele für die individuelle sonderpädagogische Förderung und bildet die Grundlage für das unterrichtliche Handeln. Sonderpädagogische Förderpläne werden für alle Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf unabhängig vom Förderort angelegt.

 

In der Kranichschule existieren für alle Schüler individuelle Förderpläne, die in bestimmten Zeitabständen überprüft und fortgeschrieben werden. Sie sollen für alle in den Klassen tätigen Lehrpersonen verfügbar gehalten werden.

 

Bei regelmäßigen Teamsitzungen werden sie verändert, überschrieben, erneuert.

 

 

 

-       Individuelle Förderung

 

1. Sprachtherapeutische Einzelförderung der Schüler

 

An der Kranichschule erhält jedes Kind in den Klassen E, 1 und 2 einmal wöchentlich sprachtherapeutische Einzelförderung, sofern es die personelle Situation zulässt. Nach Möglichkeit wird auch Schülern der Klassen 3 und 4 in den sechsten Stunden diese Einzeltherapie angeboten.

Für jedes Kind ist dafür eine Lehrkraft der Kranichschule verantwortlich.

 

Die Einzelförderung basiert auf einer ausführlichen Förderdiagnostik, welche die Therapieziele individuell festlegt. Therapieinhalte und –ziele werden im Förderplan schriftlich festgehalten.

 

Da nur durch eine regelmäßige Durchführung der sprachtherapeutischen Übungen sprachliche Fortschritte erzielt werden können, wird eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern angestrebt. Die Eltern werden bei Elterngesprächen und anhand eines Therapieheftes über die Therapieinhalte informiert und dazu aufgefordert mit ihren Kindern die Übungen zu Hause durchzuführen.

 

Die Kranichschule verfügt über ein vielfältiges Sortiment an Therapiematerialien.

 

2. Fördergruppen

 

Die Schüler aller Klassen der Kranichschule sind in zwei Fördergruppen eingeteilt. Zweimal wöchentlich werden die Kinder in den Randstunden in diesen Kleingruppen gefördert. 

In den Klassen E, 1 und 2 soll die Kleingruppenförderung sprachtherapeutische Übungen beinhalten.

Die Schüler der Klassen 3 und 4 erhalten in den Randstunden Förderunterricht, der für sprachtherapeutische Übungen und zur Vertiefung der Unterrichtsinhalte genutzt wird.

 

            3. Förderunterricht

 

Zusätzlich ist für die Fächer Mathematik und Deutsch je eine Förderstunde vorgesehen, in der individuell unterschiedliche Inhalte pro Kind vertieft werden. Dies ist vorwiegend in Form von Freiarbeit organisiert, in der die Schüler an ihren Programmen, bzw. mit ihren Materialien arbeiten. 

 

 

            4. Zusätzlicher LRS-Förderunterricht

 

Bei Bedarf wird für Schüler mit erheblichem Förderbedarf im Lesen und in der Rechtschreibung zusätzliche Förderung begründet bei der Schulleitung beantragt und i.d.R. vom Klassenlehrer als sonderpädagogische Maßnahme (MX) durchgeführt.

 

 

 

5. Ergotherapeutische Förderung durch eine Praxis für Motopädie

 

Seit vielen Jahren bereits existiert eine intensive Kooperation mit Praxen, die für uns die außerschulische Förderung speziellerer motorischer Probleme unserer Klientel sichern.

 

Zunächst war dies die Praxis für Krankengymnastik und Bobarth – Therapie Maihack in Moers. Dies hatte den besonderen Reiz, dass dort  eine sprachtherapeutische Praxis angeschlossen war, mit der wir auch fachspezifisch in Kontakt treten konnten.

 

Seit einigen Jahren arbeiten wir nun mit der Praxis ErgoLe Höffken zusammen.

 

 

6.  Psychomotorische Förderung

 

Die Lehrer der Kranichschule sehen ein wesentliches Teilziel ihrer Arbeit darin,  bei den sprachentwicklungsgestörten Kindern eine psychomotorisch orientierte Sprachentwicklungsförderung anzubahnen.

Sprachentwicklungsprobleme korrespondieren häufig mit einer  begrenzten Sensomotorik und zeigen sich in einer  geringen Spielfähigkeit, sowie schwach ausgeprägter  Handlungserfahrung.

Sprachentwicklungsprobleme sind Zeichen einer umfassenden Entwicklungsbeeinträchtigung in den Bereichen Sensorik, Motorik, Kognition und Emotionen. Das Kind eignet sich die Umwelt durch Spielen und Nachahmen an. Das Spiel vereint Motorik und Sprache, da Sprache das ´Werkzeug` für die Sinnzusammenhänge der Spielhandlung ist. Bewältigbare  Bewegungsaufgaben schaffen Kompetenz und Neugier, nehmen Sprachen auf und verarbeiten sie. Didaktische Spielsequenzen werden so angebahnt, dass sie Sprachproduktion provozieren.

 

Im Mittelpunkt steht die Körpererfahrung, die im Klassenraum, auf dem Schulhof im Freien, im Wasser und  in der Turnhalle erlebt wird.

Realisiert wird sie über strukturierte Erfahrungen in Form von Bewegungsmustern, Fortbewegungsarten, Körperschema- Wahrnehmung und Körperbegriff. 

Freie Erfahrungen werden meist  über Materialien und bereitgestellten Situationen gemacht. 

Im Stationsbetrieb werden verschiedene Aufgaben, Materialien und  Anforderungen in Zirkelform aufgebaut wie z.B. das Tasten, das Hören,  das Riechen, das Schmecken, die Fühlstrasse, der Gleichgewichtsparcour und vieles mehr.

 

Auch themenbezogene Stunden wie z.B. Im Land der Bälle, Rechts-, Linksland, Im Urwald unterwegs als Faultier oder Tiger, Im Land der Sinne, Phantasie- und Entspannungsreisen tragen dazu bei. Aber auch konstruierende Spiele (Bauen, Basteln, Kneten), darstellende Spiele (Puppenspiel, Maskenspiel, Pantomime); Orientierungsspiele (Puzzles-, Kennenlernspiele) und musikalische  Spiele (Spiellieder, Instrumentalspiel) gehören in unser Repertoire.

 

Wichtig dabei ist, dass die Spielform den Bedürfnissen des einzelnen Kindes oder der Gruppe angepasst wird und  Spielräume entstehen können, die sprachliches Handeln fördern.

 

Die Entscheidung, wie eng oder weit ein Spielraum gegeben wird, hängt von den individuellen Voraussetzungen des Kindes ab.

 

 

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