Leitbild

 

Die Grenzen der Sprache

sind die Grenzen der Welt ...

Ludwig Wittgenstein

Die Kranichschule soll förderbedürftigen sprachbehinderten Schülern, insbesondere Schulanfängern, einen Ort bieten, an dem Sprache zum Mittelpunkt des Lernens  gemacht wird.

Hier verstehen alle an der Förderung der Kinder Beteiligten Sprache als wichtigsten Bestandteil der Ich-Werdung: Sprechen lernen heißt sich selbst verständlich machen und andere verstehen lernen.

Über die therapeutischen Hilfen (z.B. bei der Anbildung fehlender Laute) hinaus, arbeiten die Lehrer und Lehrerinnen der Kranichschule in allen Unterrichtsfächern intensiv an der Aneignung von Wörtern und Begriffen, die für das Begreifen der kindlichen Erlebenswelt wichtig sind und Neugier wecken auf Neues. Beziehungen und Ereignisse  werden in Sätze gebracht, Geschichten werden erzählt, nacherzählt und neue erfunden. Wo immer es möglich ist, werden Eltern in die Förderung der Kinder mit einbezogen und besonders im Hinblick auf eine Gesundheitsfürsorge, welche die Therapien begleiten soll, beraten.

Die Kranichschule ist ihrem Auftrag nach eine Durchgangsschule. Das Kollegium der Schule arbeitet zielgerichtet darauf hin, dass möglichst viele Schüler und Schülerinnen im Verlauf der Grundschulzeit an ihre Heimatgrundschule zurückkehren können.  Neben der Persönlichkeitsentwicklung jedes einzelnen Kindes ist die Anzahl der Rücküberweisungen an die Grundschule für die Lehrerinnen und Lehrer der Kranichschule ein Gradmesser des Erfolgs ihrer Arbeit.

 

Im Hinblick  auf die doppelte Anforderung, sprachtherapeutischen und fachgerechten Grundschulunterricht in einem sehr begrenzten Zeitrahmen anzubieten, haben Teamfähigkeit und Zusammenhalt, sowie Fort- und Weiterbildung im Kollegium der Kranichschule einen besonders hohen Stellenwert.