Aufgaben und Ziele

Die Aufgaben und Ziele der Sprachheilschule werden in den Richtlinien der Schule für Sprachbehinderte des Landes NRW vom 5.2.1980  und den Empfehlungen der KMK-Konferenz zum Förderschwerpunkt Sprache wie folgt umrissen:

„Über die Aufgaben der allgemeinen Schule hinaus hat die Schule für Sprachbehinderte den Schülern durch den Abbau der Sprachbehinderungen sowie durch den Aufbau eines tragfähigen Lern- und Sozialverhaltens den Übergang in die allgemeine Schule zu ermöglichen. Für den größten Teil der sprachbehinderten Schüler ist die Schule „Durchgangsschule“.

 

Eine wichtige und tragfähige Grundlage für die weitere Schullaufbahn von sprachbehinderten Kindern sind die ersten beiden Schulbesuchsjahre. Sie bilden bei uns eine pädagogische Einheit, die nur in seltenen, begründeten Fällen unterbrochen wird. Nach dieser Intensivphase verlassen die ersten Schülerinnen und Schüler die KRANICHSCHULE.

Einen Einschnitt nehmen wir nach Klasse 2 vor. Die sprachlichen Defizite sind dann i.d.R. soweit behoben, dass die Schüler den Anschluss an die Regelschule finden können. Um zu prüfen, ob die Kinder in die Lerngruppe passen, wird mit der voraussichtlich aufnehmenden Grundschule vor dem eigentlichen Übergang ein bis zu 3 Wochen dauernder Gastunterricht vereinbart, bei dem sich i.d.R. letzte offene Fragen für alle Beteiligten klären lassen.

Sollte das Störungsbild jedoch so umfangreich sein, dass eine längerfristige sonderpädagogische Förderung nötig ist, verbleibt das Kind an der Förderschule für Sprache und Kommunikation.

Grundlage für diese Entscheidung bilden die Förderpläne, sowie die individuellen Fortschritte im Lern- und Leistungs-, sowie im sozial-emotionalen Bereich.

Darüber hinaus ist die flexible Schuleingangsphase der Klassen 1 und 2 eine Chance, die Verweildauer für langsam lernende Kinder zu erweitern sowie für schnell Lernende zu verkürzen.